Auswertung der Umfrage "Lernen zuhause" - Landesverband der Elternvereine

Auswertung der Umfrage „Lernen zuhause“

Wie funktioniert Lernen zuhause?

Ergebnisse einer österreichweiten Umfrage des Bundeselternverbandes 4/2020

  • Grundsätzlich fällt das Stimmungsbild sehr positiv aus.
  • Fast jede fünfte Familie fühlt sich durch die Schulen nicht gut unterstützt (A2), bei einem Viertel der Familien funktionieren die verwendeten Informationskanäle technisch nur unzureichend (A6) und ein Drittel der Schülerinnen und Schüler kritisiert, dass ihre Lehrerinnen und Lehrer nicht regelmäßig aktiv nachfragen, ob es Schwierigkeiten oder Fragen bei der Bearbeitung des Schulstoffs gibt. (A7).
  • Jeder vierte wünscht sich eine deutliche Reduktion auf die Nutzung weniger, effektiver Informationskanäle. Damit einher gehen die Wünsche nach klareren Strukturen für die Schülerinnen und Schüler, mehr Feedback zu Aufgaben, mehr direkten Onlineunterricht, aber auch mehr proaktive Ansprache durch LehrerInnen und die stärkere Betonung sozialer Kontakte (Klassengemeinschaft)
  • Das Stimmungsbild bei Familien ohne freien Zugang zu einem Computer fällt insgesamt deutlich negativer aus. Eltern in Familien ohne freien Zugang zu einem Computer fühlen sich häufiger überfordert und deutlich schlechter durch die Schule unterstützt. Sie fühlen sich mit ihrer Situation häufige allein gelassen und kommentieren sie seltener positiv und häufiger negativ (Grafik). Kinder in diesen Familien können weniger selbstständig arbeiten (A4). Die Kommunikation mit der Schule funktioniert nicht nur technisch schlechter (A6), sie wird auch unabhängig von technischen Aspekten deutlich schlechter wahrgenommen, z.B. mit Blick auf die proaktive Nachfrage durch Lehrkräfte (A7).
  • Die Zugänglichkeit zu Computern ist in der Unterstufe deutlich geringer als in der Oberstufe (B7), die verwendeten Kommunikationskanäle funktionieren in der Unterstufe dennoch nur geringfügig schlechter (B6). Besonders in der Unterstufe leidet die Selbstständigkeit der Schülerinnen und Schüler (B4).
  • Alle Befunde treffen fast ohne Ausnahme auf alle Bundesländer gleichermaßen zu. Deutliche Unterschiede zwischen den Bundesländern sind weder in Bezug auf die Sensibilität bzgl. der Zugänglichkeit von PCs noch der besuchten Schulstufe zu finden (A1 – B9).
  • Eine multivariate Analyse (letzte Seite) zeigt klar, dass die Zugänglichkeit zu einem heimischen PC der einzige der hier untersuchten Effekte ist, der die Gesamteinschätzung der heimischen Situation maßgeblich positiv beeinflusst. Haushalte mit uneingeschränkter Zugänglichkeit haben im Vergleich zu Haushalten mit eingeschränkter Zugänglichkeit eine zweieinhalbfach höhere Chance auf eine überdurchschnittliche Gesamteinschätzung der Situation. Dieses Stimmungsbild ist österreichweit weitestgehend identisch und auch unabhängig von der besuchten Schulform (AHS/andere) und Schulstufe (Ober-/Unterstufe).
Mein Kind muss im Vergleich zum normalen Schulbetrieb viel mehr Zeit für die Schule aufwenden. (OÖ)
39.7%
Ich fühle mich durch die Schule jederzeit gut unterstützt. (OÖ)
82.7%
Die Lehrpersonen haben auf meine/unsere Nachfrage immer rasch reagiert. (OÖ)
92.1%